Geschichte des Gordon Setters

Der Name „Setter“ lässt sich bis ins Jahr 14. Jahrhundert zurück verfolgen.
Gaston III of Foix Béarn (1331-1391) war ein berühmter französischer Jäger und Hundehalter.
Aus verschiedenen Quellen ist bekannt, dass er über 1500 verschiedene Hunde aus allen Teilen Europas besaß. Er began damit verschiedene Spanielarten weiter zu entwickeln und zu sogenannten „Setting-Dogs“ auszubilden. Es ist anzunehmen, dass sich der Setter aus dem Land Spaniel (in Abgrenzung zum Water Spaniel) entwickelt hat.
Es wird angenommen das Kreuzungen mit Pointern den Setter ebenfalls beeinflussten.
Der moderne Gordon Setter, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich erst hunderte Jahre später im heutigen Großbritannien, Schottland.
Der Gordon Setter ist schwerer, größer und kräftiger als seine Verwandten die Irish oder English Setter. Er entwickelte sich allerdings aus dem gleichen genetischen Pot.
Der „Kennel Club“ Englands gab dem Gordon Setter im Jahr 1924 seinen heutigen Namen. Vor dieser Zeit war die Rasse unter dem Namen „Black and Tan“ bekannt und wurde in verschiedenen Kennels gezüchtet.
Der bekannteste Züchter des Black and Tan Setter war Alexander Gordon, der 4. Duke of Gordon (1743-1827). Die meisten Gordons Black and Tan Setter schienen jedoch dreifarbig gewesen zu sein.

Alexander Gordon etablierte in Schottland auf Gordon Castle ein bekanntes Black and Tan Setter Kennel. Gordon Castle liegt im Nordosten Schottlands in der Grafschaft Banffshire im Verwaltungsbezirk Moray.
Schon im Jahre 1842 wurde der Black and Tan Setter in den Vereinigten Staaten eingeführt. George Blunt und Daniel Webster erwarben zwei Setter von Alexander Gordons Kennel.
Der Amerikanische Kennel Club registrierte die Rasse im Jahre 1892.
Die Entwicklung der Rasse
Die Entwicklung des Gordon Setters geht einher mit der jadglichen Entwicklung in Großbritannien.
Die Gordon Setter wurde hauptsätzlich in den weiten Mooren Schottlands und Nordenglands eingesetzt um Moorhühner und Schneehühner aufzuspüren. Ihren höchsten Ausbildungsstand erreichten sie Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1865 fand in Southill in der Nähe von Cambridge die erste offizielle Vorstehhundprüfung statt.
Die jagdlichen Methoden unterlagen jedoch dem Wandel der Zeit und somit ebenfalls die Rolle der „Gundogs“. Während es früher üblich war bei der Jagd große Strecken mit Hund zu Fuß zurück zu legen, bediente man sich nun immer öfter fahrenden Untersätzen. Besonders nach dem 2. Weltkrieg wurden diese Entwicklungen beschleunigt. Wichtige Feldarbeit wurde mehr und mehr durch reine Schießkünste ersetzt.
Das Einsatzgebiet der Setter und Pointer beschränkte sich somit immer mehr auf das apportieren von toten oder verwundeten Vögel. Somit blieb es nicht aus, dass im Laufe der Jahre die Setter, zumindest im Jagdbereich, von besonders auf das Apportieren spezialisierten Hunderassen, wie z.B. dem Labrador Retriever, verdrängt wurden.
Gerade in den letzten Jahren und gerade in Deutschland erfreut sich der Gordon Setter allerdings wieder wachsender Beliebtheit. Seine positiven Charaktereigenschaften und seine ausgezeichneten Fähigkeiten als Jagdhund lassen ihn als Jagd- sowie als Familienhund immer gefragter werden.

   
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