Wie ernähre ich meinen Gordon Setter gesund und artgerecht?
Spätestens wenn Sie sich entschlossen haben, Ihr Familienleben mit einem Gordon Setter zu bereichern, werden Sie sich fragen „Wie ernähre ich ihn gesund und einigermaßen artgerecht?“.
Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl: Trockenfutter Naßfutter – sprich Dose – Frischfleisch – roh oder gekocht.
Trockenfutter ist sicher die bequemste Alternative, aber auch die Beste?
Die Futtermittelhersteller vermitteln uns seit Jahrzehnten, dass nur sie in der Lage seien, die Ernährung unseres Hundes so zusammenzustellen, dass die prozentual richtige Versorgung mit Calcium, Phosphor, Vitaminen usw gewährleistet ist.
Stimmt das? Braucht mein Hund das?
Das Futter des Hundes sollte sicher ausgewogen und seinen Bedürfnissen angepasst sein. Aber diese Ausgewogenheit muss über einen Zeitraum von einigen Wochen gegeben sein und nicht jeden Tag! Schließlich wiegen und messen Sie Ihre Nahrungsmittel auch nicht jeden Tag ab. Und Sie essen auch nicht jeden Tag Tütensuppe – zu einer ausgewogenen Ernährung gehört Abwechslung.
Hinterfragen wir weiter, was im Trockenfutter alles enthalten ist:
Die meisten Sorten, unabhängig von der Preisklasse, führen als Hauptbestandteil Getreide auf. Nun ist Ihr Gordon Setter aber wie alle Hunde ein Canide und gehört zu der Gruppe der Raubtiere (Carnivora) – und die fressen überwiegend Fleisch. Das taucht in der Inhaltsangabe meist unter der Bezeichnung „Tiermehl“ oder „tierische Nebenerzeugnisse“ auf – und das sind oft Abfallprodukte, zum Teil ekelerregend.
Sicher gibt es auch gutes Trockenfutter, das in der Regel sehr teuer ist und oft aus dem Ausland importiert wird, aber eine kritische Rückfrage beim Hersteller, wie und woraus sich die Inhaltsstoffe zusammensetzen, ist durchaus angebracht. Die Kennzeichnungspflicht lässt sich so leicht umgehen, dass Sie den Angaben nicht blind vertrauen sollten. Wenn Fleisch draufsteht, muss das noch lange nicht hochwertiges Muskelfleisch bzw. Innereien sein, die Lebensmittelqualität haben.
Beim Dosenfutter verhält es sich ähnlich. Rechnen Sie einmal die Bestandteile zusammen, der Rest ist teures Wasser!
Nach all diesen kritischen Überlegungen kommen Sie – wie inzwischen viele Hundhalter -vielleicht zu der Überzeugung „warum nicht roh?“ auch bekannt als barfen – bones and raw food, oder biologisch angemessenes rohes Futter .
Die Futtermittelindustrie und leider auch viele Tierärzte verunsichern uns mit der Behauptung, der Verdauungstrakt der Hunde habe sich durch Domestikation und die verschiedenen Züchtungen so verändert, dass sie gar nicht mehr in der Lage seien, rohes Fleisch oder gar rohe Knochen zu verwerten.
Eine unsinnige Behauptung. Trotz der Anpassung an den Menschen, trotz Züchtungen von Dogge bis Zwergpinscher, sind Gebiss, Verdauungstrakt pp noch nahezu in ursprünglicher Form erhalten.
Wie die Wissenschaft weiß, braucht es ein bisschen länger als einige Jahrzehnte Fertigfutter, bis eine Evolution stattfindet!
Natürlich muss man sich schlau machen, wenn man seinen Hund selbst und roh ernähren will. Man muss wissen, was er braucht, z.B. wissen, dass das Verhältnis Calcium/Phosphor 1,1 bis 1,3 : 1 sein soll (was schon wieder als überholt gilt), dass er Zellulose nicht erschließen kann – Gemüse und Obst also püriert werden muss.
Aber es ist einfacher als man denkt und bedeutet nicht, dass Sie jeden Tag mit der Waage und dem Lehrbuch dastehen müssen, nach einigen Wochen stellt sich bereits Routine und Selbstverständnis ein.
Die rohe Ernährung kommt der natürlichen Nahrungsaufnahme der Caniden am nächsten. Man muss deshalb nicht gleich zum Hardcore-Barfer werden und seinem Hund ganze Kaninchen oder Kalbsköpfe vorlegen, eine gesunde Mischung und für den Notfall ein gutes Dosen- oder Trockenfutter in Reserve ist für Sie bestimmt eine annehmbare Lösung.
Kochen muss man für seinen Hund wohl nur, wenn er krank ist.
Der Hund ist seit Jahrtausenden ein treuer Begleiter des Menschen, Fertigfutter gibt es seit einigen Jahrzehnten. Womit haben unsere Vorfahren ihre Hunde wohl ernährt? Warum nehmen Krebs- und Allergieerkrankungen bei unseren Hunden drastisch zu? gordon Am Thema Ernährung scheiden sich die Geister und dieser Beitrag soll kein Diskussionsforum eröffnen, sondern nur zum Nachdenken anregen.
Einige Links, die Ihnen mit vielen Informationen und Hilfen zur Seite stehen:
http://www.barfers.de
http://www.gesundehunde.com
http://www.barfers.de/upload/file/BARF_ernaehrungsplaene.pdf
Informieren Sie sich, ich bin sicher Ihr Gordon Setter ist es Ihnen wert 

   
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