| Hundeerziehung leicht gemacht?? |
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Mit solchen oder ähnlichen Titeln findet man viele gutgemeinte Ratgeber, die einem bei den ersten Schritten mit seinem Hund begleiten und unterstützen sollen. Der Titel ist aber schon ein Widerspruch in sich. Wer es versucht, möglichst einfach zu einem wohlerzogenen Hund zu kommen, wird über kurz oder lang Schiffbruch erleiden. Darüber hinaus gibt es kein Patentrezept für die Hundeerziehung, denn es gibt mindestens so viele richtige Erziehungsmethoden wie es Hunde gibt und wahrscheinlich 10 mal so viele falsche.
Der Rudelführer sagt aber genau wo damit Schluss ist. So kann man einem gehorsamen Hund viel mehr Freiheiten einräumen als einem, der die Rangordnung im Rudel in Frage stellt. Wer seinenm Hund nicht vertraut, wird auch nie das Glücksgefühl erleben, das man hat, wenn er die ihm gesetzten Erwartungen voll erfüllt. Loben, Loben, Loben - das muss nicht immer ein Leckerlie sein - Streicheln, Puscheln und verbales Lob sind gleich effektiv. Auch wenn man seinen neuen Gordon Setter nach Wochen an der Leine zum ersten mal frei laufen lässt, kommt er bestimmt nichtm in dem erwünschten Zeitrahmen zurück, auch wenn man es zu Haus hundertmal bis zur Perfektion geübt hat. Das gleiche kann einem auch noch widerfahren, wenn man über Monate hinweg mit der Schleppleine tätig war. Findet der erste Freilauf auf einem großen, eingezäunten Grundstück statt, dann ist es egal wann der Hund zurück kommt. Er sollte seinen Besitzer vermissen und nicht der Besitzer ihn. Solange sich Herrchen in seine Richtung bewegt, läuft er ja nicht weg sondern nur vorraus. Sind jedoch die Rudelführer ganz aus dem Blickfeld verschwunden und ihre Stimme auch nicht mehr zu hören, dann wird sich auf der neugierigste Gordon Setter eines besseren besinnen und auf die Suche machen. Loben sie ihren Hund dafür, dass er wieder gekommen ist auch wenn ihnen die Verlustangst Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat. Demonstrativ anleinen oder Tadeln wär jetzt wahrscheinlich kontraproduktiv. Das Wiederholen der Übung ist sicher sinnvoller. Warum sollte ein Gordon Setter in Freiheit freudig zu seinem Herrchen zurückkehren, wenn ihn dort Missachtung, Freiheitsentzug oder sogar Agression erwarten? Solange Herrchen und Frauchen mit ihren Taschen voller "guter Argumente" interessanter sind als der Rest der Welt, braucht ihr Gordon Setter nicht lange zu überlegen. Eine Hundepfeife ist ein hervorragendes Hilfsmittel um seinen Gordon Setter auch über größere Entfernungen zu erreichen. Diese Kommunikation muss jedoch geübt werden. Die Kombination von Pfeife und Schleppleine sind für den Anfang sinnvoll: Pfiff - sanftes Heranziehen des Setters - Leckerlie. Am Anfang sollte gelten: Kein Leckerchen - kein Pfiff. Die Reaktion auf die Pfeife sollte Anfangs immer und auf jeden Fall belohnt werden. Später kann man die Pfiffe auch differenzieren. z.B. 1x für: Ich hätte dich gern dichter. 2x für: Komm soforft auf direktem Weg hier her. Triller für: Sofort Platz egal wo du bist.
Benutzen sie die Pfeife nie, wenn ihr Gordon Setter außer Sichtweite sind und eine Straße zwischen ihnen und dem möglichen Aufenthaltsort ihres Hundes ist. Die Pfeife ist kilometerweit für den Hund zu hören und das könnte auch einn Gefahrenpotential darstellen. Trotz allem dringt die Pfeife viel stärker zu ihrem Gordon Setter durch und ist eine sichere Art den Hund aus weiter Entfernugung zu seinem Halter zurück zu holen. Erst wenn man sicherer sein kann, dass der Hund aus jeder Situation abrufbar ist, kann man ihm den Auslauf geben, der für ein gesundes Hundeleben nötig ist.
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